Marterpfahl Verlag – die zarteste Versuchung, seit es SM gibt

Marterpfahl Verlag

VINDICTA – Strafe muss sein

11. Februar 2015

Sie ist eine Meisterin ihres Berufs. Sie treibt Prominente und Solvente an ihre Grenzen – die des »Sklaven« und die der Lady – bis plötzlich eine tote Sklavin in ihrem Studio gefunden wird …

 

VINDICTA – Strafe muss sein

Mörderische Leidenschaft

Kriminalroman von Isabella Bach

212 S., Paperback, DIN-A 5, 18,- €

ISBN 978-3-944145-20-4

 

Größeres Titelbild hier.

 

Eine Kritikerin:

Eine Tote in einem Domina Studio, ein zwielichtiger Dom, eine esoterische Großmutter und die Domina Felicitas, die schwer an ihrer Vergangenheit zu tragen hat. Das sind einige der Gestalten in Isabella Bachs Roman »Vindicta«.
Spannende Handlung, gewürzt mit erotischen SM-Szenen. Mir gefällt es, dass es ein paar schöne Beschreibungen von Sex mit devoten Männern gibt; die Art, wie Felicitas mit ihnen spielt, ist absolut erotisch beschrieben. Doch vielleicht wird sie nur von Männerhass getrieben und schreckt daher auch vor Mord nicht zurück?
Ich habe Spaß beim Lesen gehabt; schöner Sonntagnachmittag-Krimi, der fesselt und anregt,

… urteilt die Rezensentin der SCHLAGZEILEN.

Was geschah:

Sie ist eine Meisterin ihres Faches. Mit Raffinesse treibt sie Prominente und Verpennte, in jedem Fall aber Solvente an ihre Grenzen – die der »Sklaven« und die der Lady … Dumm nur, daß eines Tages eine Tote im Dominastudio liegt …

Mord im Dominastudio: Eine junge Sklavin liegt erstickt und gefesselt in einem Käfig eines Dominastudios. Abreagierung dominanter männlicher Gelüste? Rache eines abservierten dominanten Liebhabers? Rachetat einer Rivalin um die Gunst, die Lieblingssklavin eines ganz besonders begehrten Herrn und Meisters sein zu dürfen? Oder steckt etwas ganz anderes dahinter?

Zu allem Überfluß gehört der ermittelnde Kommissar auch noch zum weiteren Bekanntenkreis einer der Dominas – die prompt in Verdacht gerät

Leseprobe:

Felicitas erinnerte sich an das Entsetzen auf dem Gesicht des Novizen, als sie ihm letzte Woche die erste Ohrfeige verpasst hatte. Typisch Anfänger. Als sie ihm danach mit einem Teppichklopfer den Arsch versohlte, konnte der Herr Bankdirektor allerdings nicht genug bekommen. Köstlich! Felicitas lachte höhnisch auf.

Anton Meyer gab unter ihren Händen ein Brummen von sich.
»Warum lachen Sie?«
Lady Caprice lachte noch einmal. »Nichts ist, wie es scheint.«
Felicitas liebte es, wenn die Sklaven in der Session von einer Ohnmacht in die andere fielen. Sie wussten nie, was als Nächstes kam – Strafe oder Lust. Die Domina zog verächtlich einen Mundwinkel nach oben. Auch Willi wird das bedingungslose Dienen lernen. Sie hatte dem Novizen in ihrer grenzenlosen Großzügigkeit erlaubt, im nächsten Monat wieder zu kommen. Geschenkt. Schließlich fängt jeder mal klein an.

In der Kuhle zwischen der Nase und der Oberlippe des Ministers bildete sich ein Schweißfilm. Die Gesichtsfarbe war normal. Sein Atem ging ruhig. Er wirkte entspannt, gab sich der absoluten Wehrlosigkeit hin. Die Domina legte eine extra scharfe Verbandsschere in Reichweite. Sie hatte zur Sicherheit vorab eine Lage Papier auf der Fesselbank ausgelegt. Im Notfall konnte sie den Gast in Windeseile aus der Folie befreien. Alles unter Kontrolle. Alles in meiner Macht. Lady Caprice ging ans Ende der Liege. Zeit für eine Überraschung. Sie griff nach dem Rohrstock. Holte weit aus und ließ ihn mit einem präzisen Schlag auf die riesigen Fußsohlen niedersausen. Felicitas hatte in der Ausbildung von einer erfahrenen Domina gelernt, wie frau den Gast nicht ernsthaft verletzte. Füße bestanden aus filigranen Einzelteilen. Das erforderte Feingefühl.
Das Objekt schnaufte, konnte sich jedoch der Tortur nicht entziehen. Derart fixiert, schützte die Treffsicherheit der Lady Caprice seine empfindlichen Zehenknöchelchen. Ganzheitliche Therapeuten wie ihre Großmutter Marlene vertraten die Ansicht, dass die unzähligen Nervenpunkte an den Füßen mit dem gesamten Körper verbunden sind, über den Körper den Weg zur Seele finden. Eine Kunst. Anton Meyer war zwar aus anderem Holz geschnitzt als der Bankdirektor, aber mit der Bastonade würde er an seine Grenzen kommen. Die uralte Prügelstrafe aus dem Nahen und dem Fernen Osten hinterließ zwar relativ wenig Spuren, aber der Schmerz musste laut den Überlieferungen mörderisch brennen.
Das Herz der Domina tat einen Sprung. Dieser Gast unterwarf sich seiner Herrin mit einer Vollkommenheit, die ihr große Lust bereitete. Lady Caprice konzentrierte sich auf ihr Handwerk, schlug erneut zu, sieben Mal. Der Minister sog die Luft durch die Zähne ein, sagte brav nach jedem Schlag: »Danke, Herrin!«
Felicitas wusste aus Erfahrung, dass es eine Weile dauern würde, bis Anton Meyer winselte. Seine Gefühle lagen tief in ihm vergraben. Er hatte eine ungewöhnlich hohe Schmerzgrenze. Ein Gefühlslegastheniker, ein Mann aus Eis. Nur Lady Caprice konnte ihn knacken. Nach 20 Schlägen keuchte der Minister. »Danke, Herrin!«
Nach 35 glänzte sein Gesicht. »Danke, Herrin!« Er stöhnte.
Bei 70 wimmerte der Sklave.
Adrenalin schoss durch Felicitas‘ Körper.
Anton Meyer brauchte 81 Schläge. »Gnade, Herrin! Danke, Herrin!« Schweiß lief über seine Nase in den geöffneten Mund. Sein Atem ging schnell. Er zitterte vor Erregung.

Felicitas‘ Herz klopfte wild. Sie spürte, wie sich das Raubtier in ihr aufbäumte. Es gierte nach mehr … 

Fortsetzung folgt im Buch – und bald wird dann noch ein ungeklärter Todesfall im Studio die Domina auf eine harte Probe stellen …

Der Klappentext:

Das Buch:
Felicitas Heyn: Erst Nonne. Dann Ehefrau und Mutter. Verlassen. Betrogen. Gedemütigt. Als der Ex-Mann das alleinige Sorgerecht für Tochter Karolin erhält, hat Felicitas genug von Demut und Gehorsam. Sie lebt ihre Verachtung für das so genannte starke Geschlecht in der Parallelwelt des Sado-Masochismus professionell aus. Als Domina Lady Caprice. Das Spiel um Unterwerfung, Demütigung und Strafe wird zur Lust der grausamen Herrin. Felicitas outet sich gegenüber ihrer spirituellen Großmutter Marlene, die japanisches Bogenschießen betreibt. Im SM-Studio Carpe Noctem finden die beiden Frauen die Leiche der Sklavin Kajira in einer bizarren Inszenierung. Kriminaloberrat und Marlenes Liebhaber Dr. Lorenz Vogelsang ermittelt. Seine SOKO findet am Tatort außer den Fingerabdrücken der Toten lediglich Felicitas‘ Prints. Die Domina ist Vogelsangs Hauptverdächtige. Nur Großmutter Marlene glaubt an ihre Unschuld.
Atemlos. Gesellschaftskritisch. Und im wahren Sinne des Wortes fesselnd.

Die Autorin
ISABELLA BACH wurde als Doris Wiesenbach in Frankfurt am Main geboren. Nach einem Dolmetscherstudium war sie in ihrem ersten Leben Chefsekretärin. Jetzt lebt sie mit ihrem Mann in Berlin und arbeitet als freie Autorin. Romane. Kurzgeschichten. Böse. Heiter. Sinnlich. Die Autorin ist Mitglied im VS – Verein deutscher Schriftsteller und im Verein der Mörderischen Schwestern.