Marterpfahl Verlag – die zarteste Versuchung, seit es SM gibt

Marterpfahl Verlag

Verraten und verkauft

11. August 2015

Lange Zeit hatte SIE alle nach ihrer Pfeife tanzen lassen – jetzt hängt sie in Ketten, machtlos, ausgeliefert … Was hat man(n) mit ihr vor?

Der Klappentext – so fühlt es sich an, selbst einmal Opfer zu sein, machtlos, ausgeliefert:

Pochende Kopfschmerzen, der Geschmack im Mund faulig, die Mundhöhle ausgedörrt, ein quälendes Ziehen in den Armen, taube Finger und ein würgendes Gefühl im Magen. Roberta Stone fühlte sich schlecht. Sie versuchte sich zu bewegen – vergeblich. Das Licht war so grell, dass es in ihren Augen trotz der geschlossenen Lider weh tat. Es war heiß. Ein Widerstand an den Beinen … Sie war gefesselt. Gefesselt! Verflucht, was war hier los? Sie hing hier nackt und mit gespreizten Beinen wie in einem billigen Sadomaso-Pornofilm! Gleich würde eine Horde Männer hereinstürmen und sie vergewaltigen! Nun, wenn es nur das war – Bobby hatte freiwillig schon Schlimmeres getan.

Da war etwas in ihrem Mund … Sie war auch noch geknebelt. Roberta Stone begann wütend zu werden. Sie übte Macht aus! Sie war es gewohnt, Befehle zu geben und dass die Leute sprangen, wenn sie pfiff!

… und jetzt pfeift ein anderer. Ohnmacht und Angst – diese Empfindungen hatte die steinreiche, entführte Mrs. Stone bisher immer für Sklaven und Untergebene reserviert – für sie so ziemlich dasselbe.

Weiter um die nächste Ecke in diesem seltsamen Hinterhof-Refugium … Detective Maurer stieß einen Pfiff aus. Ein riesiges Bett stand in einem großzügigen Freiraum. Die Wände waren mit der Imitation von Burgmauersteinen dekoriert worden, die so lackiert worden waren, dass sie feucht wirkten. Sehr kunstvoll! Neben dem Bett, das anscheinend mit schwarzem Latex bezogen war, stand eine Kiste. Maurer kannte nicht alle Spielzeuge, die darin lagen … Hinter ihm tappten Schritte auf dem teuren Teppichboden. »Das ist eine richtige Lasterhöhle!«, zischte Sergeant Finnegan angeekelt. »Dahinten gibt’s eine Abteilung für Gummi und eine für Peitschen!« – »Die Spurensicherung soll die Blutspuren an den Peitschen analysieren. Das volle Programm.«

Wer ließ hier wen »das volle Programm« spüren?

Jay seufzte und rollte die Augen nach oben. »Ach Unfug, hören Sie doch auf!«, sagte der Callboy ermüdet. »Es wird ihnen schwerfallen, mir nachzuweisen, dass ich Geld dafür genommen habe!« Maurer grinste unverschämt. »Es langt doch schon, dass wir ermitteln, oder? Ein Kerl, der die Frau unseres Bürgermeisters in den Arsch vögelt, während er die Faust der Frau von Amerikas größtem Verleger im eigenen Arsch hat – ein gefundenes Fressen für die Medien! Wen haben Sie noch so kennengelernt bei diesen Treffen?« Jay schüttelte den Kopf. Das würde er dem Bullen nicht sagen – einmal aus Berufsehre und zweitens weil er wohl kaum lange weiterleben würde, wenn er bestimmte Namen verriet, etwa den von dem Mafioso oder den von den drei Senatoren – erst recht nicht den von den Offizieren. Es gab so einige Militärs, die einen schönen Fick in einen Männerarsch jeder Muschi vorzogen; und einige wollten selbst bedient werden – etwa der General, der sich von ihm immer erst fesseln, demütigen und anpissen ließ, damit er auf Touren kam.

Was wird die Polizei beim Stochern in diesem gefährlichen Sumpf noch ans Tageslicht bringen?

 

Verraten und Verkauft

Eine Herrin in Ketten

SM-Thriller von Ralph G. Kretschmann

Paperback, DIN-A 5

182 Seiten, 16,60 Euro

ISBN 978-3-944145-44-0