Marterpfahl Verlag – die zarteste Versuchung, seit es SM gibt

Marterpfahl Verlag

Machtgeil

21. August 2009

machtgeil
Ein junges Hausmädchen wird von einer sadistischen Herrin versklavt … Ein Gehirnforscher wird einer Kellnerin hörig … Die ganze Palette von Cagliostros Erzähl- und Fabulierkunst! AUCH ALS EBOOK

 

Machtgeil
Sechs Stories und ein Stück von Cagliostro
152 Seiten, kartoniert, DIN-A 5
15,- €
ISBN 978-3-936708-25-7

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Leseprobe »Machtgeil« – aus der Story »Aufzeichnungen«:Ich beugte mich über den Text, der in einer etwas verschnörkelten Mädchen- oder Frauenschrift, geschrieben in blauer Tinte auf leicht beigem Papier, vor mir auf dem Tisch lag:
»Der heutige Abend, die heutige Nacht war ebenso unbeschreiblich, ebenso einzigartig wie all die anderen zuvor. Ich fühle mich jetzt noch wie elektrisiert. Aber das ist nichts gegen die unglaubliche Spannung, in der sich jeder Muskel meines Körpers noch vor ein paar Stunden befand, als ich nackt vor Randy auf dem Boden kniete, meine Brüste an meine Oberschenkel gepreßt, die Arme neben den Beinen auf der Erde, Hände nach oben, den Kopf auf den Knien. Ich war nicht in der Lage, irgend etwas zu sehen, weil mein Haar mein Gesichtsfeld zu allen Seiten umrahmte. Mein Atem ging in flachen Zügen, und ich konnte meinen Herzschlag bis in die letzte Faser hinein spüren, bis in die Fingerspitzen sogar. Ich diente Randy als Fußschemel, fühlte seine Fersen auf meinem Rücken und konnte seine Stimme hören, wie er gutgelaunt mit männlichen und weiblichen Bekannten telefonierte, während seine Hand vermutlich in seiner Hose spielte.
Endlich legte er das Telefon beiseite und hieß mich aufstehen. Nackt mußte ich ihm in die Garage folgen, wo er mich auf dem Beifahrersitz seines Wagens Platz nehmen ließ und meine Handgelenke hinter der Rückenlehne aneinanderfesselte. Ich spürte das Polster des Sitzes unter mir und war in höchstem Maße erregt. Diese Erregung steigerte sich noch, als er das Tor öffnete, sich neben mich setzte und den Wagen anließ. Ich spürte die Vibrationen des Motors zwischen meinen Schenkeln, als wir losfuhren. Gott sei Dank war es schon spät am Abend und kaum ein Mensch noch auf der Straße. Es fiel leichter Nieselregen, wie schon den ganzen Tag über. Meine Brüste leuchteten im Licht der Straßenlampen.
Nach kurzer Fahrt erreichten wir eine Stelle, die sich in einigem Abstand zu den Außenbezirken der Stadt befand. Randy hielt an, stellte den Motor ab und zwang meine Beine auseinander. Gleichzeitig griff er ins Handschuhfach und holte zwei Einzelteile hervor, die er mit einem einzigen, geschickten Griff zu einem langen Vibrator verband. Er setzte ihn in Betrieb und schob ihn in meine Muschi, die ohnehin schon feucht, naß war wie ein Waldtümpel im Herbst. Schon nach wenigen Sekunden begann ich wie auf Kommando zu stöhnen und streckte ihm zitternd meinen Unterleib entgegen. Er schob den Vibrator tiefer hinein. Ich schien von meinem eigenen stoßartigen Atmen immer weiter nach oben getragen zu werden, spannte wieder und wieder meine gefesselten Arme an und warf wie unter Zwang meinen Kopf in hilfloser Lust hin und her. So schraubte ich mich meinem ersten Höhepunkt entgegen, als Randy das Gerät schlagartig ausschaltete und zurückzog. Ich keuchte entrüstet auf, mir stiegen fast die Tränen in die Augen. Ich bettelte Randy an weiterzumachen, aber er entzündete statt dessen eine Zigarette und grinste mich an. Nach ein paar Zügen ließ er sich dazu herab, mit der freien Hand meine Brüste zu liebkosen. So hielt er mich einige Augenblicke in dieser entsetzlichen Schwebe zwischen Lust und Erfüllung gefangen. Dann endlich drückte er die Kippe im Aschenbecher aus, griff wieder nach dem Vibrator und stieß aufs neue in mich vor. Ich erbebte regelrecht, zerrte an meinen Fesseln, wand mich auf dem Sitz hin und her. Mehr und mehr peitschte er mich auf, näher und näher kam ich dem ersehnten Ziel dieser Reise – nur um plötzlich das Brummen zwischen meinen Schenkeln ersterben zu hören. Im selben Augenblick biß ich mir auf die Unterlippe vor Wut. Randy lachte leise in sich hinein. Er legte die Hand auf meinem Oberschenkel. Ich reckte ihm gierig meine Brüste entgegen, zwang meine Beine so weit auseinander, wie ich konnte. Seine Hand tastete sich langsam vor und begann, die Aufgabe des Vibrators zu übernehmen. Ich hörte einen geilen Klagelaut zwischen meinen Lippen hervordringen.
Plötzlich zog er seine Hand zurück, riß die Fahrertür auf und stieg aus dem Wagen. Bevor ich noch realisieren konnte, was überhaupt los war, hatte er an meiner Seite die Tür geöffnet, befreite mich von den Handschellen und zog mich nach draußen. In meinem Kopf hämmerte das Blut, ich konnte es kaum glauben. Der Boden unter meinen Füßen war durch den Regen schlammig geworden, überall standen Pfützen. Randy schleppte mich vor zur Kofferraumhaube und warf mich auf das naßglänzende Metall. Ich folgte ihm willenlos. Er hatte mich in einen Zustand gebracht, in dem ich nur noch ein Bedürfnis kannte. Es war mir nicht wirklich egal, ob uns irgendein zufällig daherkommender nächtlicher Spaziergänger bei unserem Treiben entdecken würde, aber es war mir egal genug, um Randy blindlings zu gehorchen. Er öffnete seine Hose und drang brutal in mich ein. Obwohl ich das sonst an ihm haßte, in diesem Moment wand sich mein Körper vor Lust unter dem seinen. Mein Stöhnen wurde lauter, fordernder, immer lauter, bis es in ein unartikuliertes Brüllen der Ekstase überging.
Vor einer halben Stunde hat mich Randy nach Hause gebracht. Ich vertraue diese Ereignisse jetzt noch schnell meinem Tagebuch an, solange die Erinnerungen noch so frisch und lebendig sind, daß ich sie in angemessenen Worten niederschreiben kann. Wenn ich meine eigenen Zeilen aber noch einmal überfliege, werde ich selbst jetzt noch rot vor Scham.«
Hier endete die Eintragung. Ich räusperte mich, richtete mich auf und sah fast etwas schuldbewußt im Raum herum. Eigentlich hätte ich in dieser Wohnung überhaupt nichts zu suchen gehabt; ich kannte noch nicht einmal den Namen ihrer Besitzerin. Ich war erst seit Anfang des Monats Hausmeister in diesem Gebäude und hatte diese Räume nur deshalb betreten, weil mir in der Wohnung darüber ein Wasserschaden gemeldet worden war und ich jetzt feststellen mußte, ob etwas davon durch den Fußboden hindurchgesickert war. Als ich das Tagebuch aufgeschlagen auf dem Schreibtisch entdeckt hatte, konnte ich meine Neugierde nicht ganz bezähmen, obwohl ich wußte, daß ich damit in die Privatsphäre dieser jungen Frau eindringen würde. Ich beeilte mich, die Wohnung zu verlassen.

 

Wenige Tage später betrat ich die Wohnung ein zweites Mal. Ich hatte mir extra einen Zeitpunkt ausgesucht, an dem ihre Bewohnerin, wer immer sie war, normalerweise auf der Schule, der Uni oder auf der Arbeit sein mußte, so wie sie es vermutlich ja auch bei meinem ersten Besuch gewesen war. Für den Fall, daß ich sie doch zu Hause antreffen sollte, hatte ich mir sicherheitshalber eine gute Ausrede zurechtgelegt. Als mir auf mein Klingeln aber niemand öffnete, wußte ich, daß ich freie Bahn hatte.
Die Aufzeichnungen dieses Mädchens hatten mir im Verlauf der letzten Woche keine Ruhe gelassen. Bis in meine erotischen Träume hinein hatte mich das Gelesene verfolgt. So unmittelbar war ich noch nie zuvor mit solchen Unterwerfungserlebnissen konfrontiert worden, und ich fragte mich, welche geilen Geheimnisse diese Seiten noch bergen würden, welche Eintragungen eventuell dazugekommen waren. Ich durchschritt zunächst alle Räume, um sicherzugehen, daß ich auch ganz allein war. Dann wandte ich mich dem Schreibtisch zu. Ich entdeckte das Tagebuch sofort, obwohl es diesmal nicht aufgeschlagen mitten auf der Tischplatte lag. Hastig blätterte ich es durch, bis ich auf den zuletzt beschriebenen Seiten angelangt war. Und tatsächlich fand ich dort eine neue Eintragung.
»Randys Phantasie kennt offenbar keine Grenzen, wenn es darum geht, mich gleichzeitig geil zu machen, mich zu quälen und mich zu benutzen. Als ich heute zu ihm kam, hatte er in der Decke seines Zimmers einen eisernen Ring befestigt, durch den er ein Seil geführt hatte. Er befahl mir, all meine Kleidung abzulegen, kaum daß ich durch die Tür getreten war. Ich gehorchte natürlich sofort. Dann ließ er mich unter den Ring treten und die Arme in die Höhe strecken. Er fesselte meine Handgelenke mit einem Ende des Seils über meinem Kopf aneinander, zog mich dann so weit in die Höhe, daß selbst meine Zehen kaum noch den Boden berührten. Innerhalb von wenigen Sekunden hatte er mich völlig hilflos gemacht.
Ich rechnete jeden Augenblick damit, daß er mich empfindlich bestrafen würde, aber so schnell ging es nicht. Zuerst trat er von hinten an mich heran, umarmte mich, streichelte meine Brüste, ließ seine Hände immer tiefer wandern, bis sie meine Lustgrotte erreicht hatten. Seine Finger waren sehr geschickt, sie konnten mich manchmal schneller in Fahrt bringen als jeder Vibrator. So auch an diesem Tag. Er merkte, daß mein Leib sofort wie Butter unter seinen Berührungen wurde, weiches, formbares Material. Ich seufzte ein paarmal tief auf, torkelte hilflos auf meinen Zehenspitzen herum, spürte tiefstes, heißestes Verlangen in mir brennen. Er mußte spüren, daß ich klitschnaß war. Vermutlich tropfte ich sogar schon auf den Fußboden.

Aus der Story »Ohne Fesseln, ohne Zwang; ein Märchen aus der neuesten Zeit«:

Es war im Monat Mai, als Sophie von der Stadt her den Weg zu dem abgelegenen Landsitz derer von Harwegs angetreten hatte. Die Zeitarbeitsfirma, für die sie tätig war, hatte sie an diese Familie vermittelt, die einen kurzfristigen Ersatz für ihre schwer erkrankte Haushälterin suchte. Sophies Beschäftigungsverhältnis dort sollte zunächst einmal zwei Monate betragen, allerdings mit der Option einer Verlängerung, wenn man mit ihrer Arbeit zufrieden sein würde. Sophie, die das letzte halbe Jahr völlig ohne Arbeit gewesen war, hatte sich vorgenommen, sich alle Mühe zu geben. Wegen des schweren Koffers, den sie in ihrer Linken trug, ging sie stark nach rechts gebeugt und begann nach einigen Minuten in der stark wärmenden Sonne ziemlich zu schwitzen. Als sie in der Ferne endlich den Landsitz auftauchen sah, das Ziel ihrer kleinen Reise, atmete sie erleichtert auf.

Das außerordentlich große Gebäude besaß eine verklinkerte Außenseite, ein Walmdach aus rotem Schiefer und einen großen Garten, der in voller Blüte stand. Insekten summten herum. Der Landsitz machte in der Tat einen sehr herrschaftlichen Eindruck, wozu auch die schwarze Marmortreppe ihren Teil beitrug, die zum Eingangsportal emporführte. Sophie schleppte ihren Koffer über die Stufen empor und läutete. Einige Sekunden lang tat sich überhaupt nichts. Dann schließlich nahm sie einen sich bewegenden Schatten hinter den Glasbausteinen der Tür wahr, die ihr im nächsten Moment ein hagerer Mann mittleren Alters, der in eine Art grauer Livree gekleidet war, öffnete.
Sophie NEIGTE DEN KOPF und stellte sich als das neue Hausmädchen für die nächsten Monate vor. Der Mann in Grau wies sich als Rupert, den Butler des Hauses, aus und hieß sie mit einem grimmigen Ernst willkommen. Seine STRENGEN AUGEN MUSTERTEN Sophie eindringlich, als sie sich mit ihrem Koffer an ihm vorbeischob. Er teilte ihr mit, daß Liliane von Harweg, die Herrin des Hauses, im Moment noch auf einem Ausritt auf ihren Ländereien sei, sie aber im Laufe der nächsten Stunde zurückerwartet würde. Dann führte er Sophie eine breite Treppe mit klassisch geschwungenem Geländer hinauf und durch einen langen Flur in einen Seitenflügel des Hauses, wo sie ihr Dienstbotenquartier beziehen sollte. Das Zimmer war mit einem Bett, einem Stuhl, einer Kommode und einem schmalen Kleiderschrank eher spartanisch eingerichtet, aber Sophie zeigte sich zufrieden. Rupert teilte ihr mit, daß ihre Arbeitgeberin sie in etwa einer halben Stunde im Wohnsalon neben der Halle empfangen wollte. Zuletzt wies er sie auf das direkt nebenan liegende Badezimmer hin und deutete an, daß es Liliane von Harweg sicherlich zu schätzen wisse, wenn sich Sophie vor ihrer ersten Zusammenkunft ein wenig frisch machte. Dann zog er sich mit einem leichten Kopfnicken zurück.
Das kleine Bad bestand aus einer Toilette, einem Waschbecken und einer großen Dusche. Sophie nahm Seife, Lappen und eine Lotion aus ihrem Koffer und betrat das Badezimmer. Zu ihrer Verärgerung stellte sie fest, daß an der Tür der Schlüssel fehlte; darauf würde sie ihre Arbeitgeberin noch aufmerksam machen müssen. Sie entkleidete sich, legte das Handtuch griffbereit zurecht und schlüpfte unter die Dusche. Das erfrischende Wasser auf ihrer Haut machte sie nach dem langen Weg hierher wieder munter und weckte in ihr neue Kräfte. Sie verteilte die Seife und danach die Lotion auf ihren Armen, ihren schlanken Beinen, zuletzt auf ihren übergroßen Brüsten, deretwegen sie immer wieder von neuem mit Komplexen geplagt wurde und selten einen Bikini anzuziehen wagte. Dann brauste sie alles sorgfältig ab. In der Sekunde, in der sie den Strahl abdrehte, spürte sie plötzlich warme Luftströme auf ihre Haut treffen; mit amüsierter Verblüffung stellte sie fest, daß in der Duschkabine versteckte Düsen installiert waren, wodurch ihr nasser Körper schneller und gleichmäßiger getrocknet wurde, als wenn sie ihr Handtuch benutzt hätte. Außerdem mußte sie zugeben, daß dieser Vorgang etwas sonderbar LUSTVOLLES an sich hatte, und sie wurde ein wenig rot.
Sie trat aus der Dusche heraus und wollte nach ihrer Kleidung greifen, stellte aber fest, daß diese sich nicht mehr da befand, wo sie sie hingelegt hatte. Sie erschrak. War jemand hier im Raum gewesen, während sie sich geduscht hatte? Dann hätte er ihren NACKTEN KÖRPER durch die Glaswände der Duschkabine zumindest in Umrissen sehen können, was Sophie mit einer Mischung aus Scham und Wut erfüllte. Aber wieso hätte er ihre Kleidung fortnehmen sollen? Sie sah verwirrt im Raum herum; dort war jedoch auch kein einziges neues Kleidungsstück – etwa die Uniform eines Hausmädchens – zu finden. Vielleicht brachte Rupert sie jeden Augenblick hoch? Sofort schlug sich Sophie die Hände vor ihren nackten Körper und flüchtete sich in die Duschkabine. Dort wartete sie die nächsten Minuten ab.
Nichts geschah. Nach und nach verging bestimmt eine Viertelstunde, in der Sophie mit heftig klopfendem Herzen versuchte, ihre Gedanken zu ordnen. Selbst das Handtuch war verschwunden, nirgendwo hier befand sich auch nur das kleinste Stückchen Stoff. Vielleicht hatte Rupert ihr die neue Kleidung vor die Tür gelegt? Vorsichtig bewegte sich Sophie aus ihrer Kabine heraus, angespannt lauschend, ob sie irgendwelche Geräusche im Flur hören konnte. Dann öffnete sie langsam die Tür. Draußen befand sich nur ein leerer Flur. Die Tür ihres Zimmers lockte in nur ein paar Metern Entfernung. Dort befand sich ihr Koffer mit den restlichen Kleidungsstücken. Sophie nahm all ihren Mut zusammen und rannte durch den Flur. Sie erreichte die Tür, drückte die Klinke herab – und mußte feststellen, daß der Zutritt zu ihrem Refugium abgeschlossen war.
Unten fiel die Eingangstür ins Schloß. Dann waren knallende Schritte in der Halle zu hören, und eine scharfe Frauenstimme sagte irgend etwas in befehlsgewohntem Tonfall. Liliane von Harweg schien von ihrem Ausritt zurückgekehrt zu sein und würde jetzt wohl im Wohnsalon auf Sophies Erscheinen warten. Sophie spürte ihren Puls rasen. Sie hatte keine Ahnung, was sie jetzt unternehmen sollte. Diese unvorstellbare Situation war mehr, als sie innerlich bewältigen konnte. Sie wollte nur noch eines: so schnell wie möglich fort von hier.
Aber es half nichts, man hatte ihr alle Rückzugsmöglichkeiten abgeschnitten. Sie konnte doch nicht den Rest des Abends nackt hier im Flur verbringen! Und was dann? Die Nacht, den nächsten Morgen? Nur weil der Butler offensichtlich Mist gebaut hatte? Eine andere Erklärung machte für Sophie nicht den geringsten Sinn. Und darum war sie jetzt in dieser unmöglichen Lage, in der sie SPLITTERNACKT, nur mit schamhaft vor den Körper geschlagenen Händen, die Treppe zur Halle herabgehen und sich auf diese entwürdigende Weise ihrer Arbeitgeberin vorstellen mußte.
Als Sophie den Wohnsalon betrat, saß Liliane von Harweg bereits mit übereinandergeschlagenen Beinen, die in langen, glänzenden REITSTIEFELN steckten, auf der Mitte der Couch und sah erwartungsvoll zur Tür. Sie war schlank, sehr attraktiv und hatte langes, dunkles Haar. In der Hand hielt sie noch immer ihre Reitpeitsche und wippte ungeduldig damit auf und ab. Sophie tappte zaghaft und mit puterrotem Kopf auf sie zu. Ihre Kehle war wie zugeschnürt, und sie bekam in den ersten Sekunden kein Wort heraus.
»Da bist du ja endlich«, begrüßte sie Liliane von Harweg mit scharfem Ton, als ob Sophies Nacktheit das Natürlichste der Welt wäre. »Nun nimm wenigstens mal deine Hände weg, und laß dich anschauen.«
»Bitte? Ich verstehe nicht …« Im nächsten Moment merkte Sophie, daß jemand hinter sie getreten war und ihre Arme brutal auf ihren Rücken drehte. Sie SCHRIE auf und versuchte, sich loszureißen, aber wer immer es war, er hielt sie fest im Griff.
»Du siehst, Widerstand ist vollkommen zwecklos.« Ein SPÖTTISCHES LÄCHELN trat auf Lilianes Lippen. Ihre Augen wanderten UNGEHINDERT über Sophies nackten Körper. »Na ja, ich sehe, man hat mir wenigstens nicht zuviel versprochen. Du bist schlank, deine Beine sind relativ lang und einigermaßen gerade, deine Haut ist hell und vermutlich sehr empfindlich. Allerdings hast du ziemliche Böller da vorne, muß ich schon sagen. Das sind ja keine Brüste mehr, das sind schon EUTER.« Sie lachte leise.
Sophie trafen diese herabsetzenden Bemerkungen wie PEITSCHENSCHLÄGE. In einem letzten Akt der Verzweiflung trat sie nach hinten aus und wollte sich gleichzeitig losreißen. Aber ihr bloßer Fuß traf ins Leere, und der unerbittliche Griff hielt sie wie in einem eisernen Schraubstock gefangen.
»Laß den Unsinn!« schnappte die Frau, die sie hierher hatte kommen lassen. »Begrüße mich lieber, wie es sich für eine ZOFE ziemt.« Im nächsten Augenblick spürte Sophie, wie ihr einer Arm freigegeben wurde, dieselbe Hand sie dafür in den Nacken packte und mit einem Druck, dem Sophie nicht das geringste entgegensetzen konnte, in die Knie zwang. In dieser Haltung mußte sie AUF DIE STOLZE FRAU ZUKRIECHEN, die ihr demonstrativ ihre blitzenden Stiefel unter die Nase hielt.
»Küß sie!« erschallte ihr Befehl in Sophies Ohren. »Außerdem sind sie staubig vom Reiten – LECK SIE AB! Oder du wirst meine PEITSCHE zu spüren bekommen!«
Sophie zögerte. Im nächsten Moment schlug Liliane ohne weitere Vorwarnung zu und zog die Lederriemen mit aller Kraft über Sophies in die Höhe gereckten Hintern. Sophie schrie gequält auf.
»Ich habe noch mehr davon, wenn du mich weiter provozieren willst«, warnte sie Liliane leise, aber mit Nachdruck.
Sophie ergab sich in ihr Schicksal und senkte den Kopf. Zitternd berührten ihre Lippen das Leder der Stiefel.

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Die SCHLAGZEILEN 86 urteilten über das Buch:

Das vierte Buch ist »Machtgeil« von Cagliostro. Cagliostro ist vielen inzwischen als Pseudonym des Autoren Arne Hoffmann bekannt. In sechs bisher unveröffentlichten Kurzgeschichten und einem Theaterstück gibt es mal wieder eine unterhaltsame Auswahl pfiffiger SM-Texte im Stil der »Neuen Leiden«. 

 

Auch als Ebook (für 7,49 €) erhältlich bei Amazon, Barnes & Noble, kobo, bei Buchhandel.de als epub und als pdf.