Marterpfahl Verlag – die zarteste Versuchung, seit es SM gibt

Marterpfahl Verlag

FOX – wenn du verlierst, bist du Freiwild

21. August 2009

fox_neu2012: Wie Freiwild wird die Kandidatin einer Talkshow in aller Öffentlichkeit durch die Straßen gejagt, muß jedem zu Willen sein, der sie erkennt. Jeder Tag, den sie durchhält, macht sie bedeutend reicher … AUCH ALS EBOOK

  
Cagliostro

FOX – wenn du verlierst, bist du Freiwild

Roman
160 S., Großformat 22×17 cm, Paperback

16,50 €

ISBN 978-3-9806104-7-6

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Ein »Fuchs« wird durch den Großstadtdschungel gejagt …

 skyline

Auszüge aus »FOX – wenn Du verlierst, bist Du Freiwild« von »Cagliostro«:

Heftige Geldnöte zwingen die junge Francine dazu, sich auf ein perfides Spiel einzulassen: Eine Woche lang soll sie, nur mit einem etwas längeren T-Shirt bekleidet, in der Großstadt überleben, gejagt von den Häschern des privaten Fernsehsender ITV4, einer gnadenlosen Treibjagd ausgesetzt wie ein Fuchs, jedem sexuell ausgeliefert, der sie erkennt. Jeder Tag, den sie durchhält, macht sie bedeutend reicher. Wie perfide das Spiel ist, merkt sie erst, als offenbar wird, daß Hintermänner der Show sie durch Intrigen erst in ihre Finanznot getrieben haben – und zu allem Überfluß ist dann auch noch ein Serienmörder hinter ihr her, der die geschmacklos grelle, vollkommerzialisierte Medienlandschaft des Jahres 2012 aus sehr persönlichen Gründen haßt …  

»Schon heute ist das, was in manchen Fernsehshows mit Kandidaten passiert, ein Fall für amnesty international.« (Rudi Carrell 1994)

»Wir amüsieren uns zu Tode.« (Neil Postman in den 80er Jahren).

»FOX« ist eine Kombination von Erotik, Science Fiction und Mediensatire – einer Mediensatire, die die gegenwärtigen Entwicklungstendenzen eines von Sendeformaten à la »Big Brother« bestimmten Fernsehens fortschreibt und uns einen Schrecken über den Rücken jagt. Besonders im Mittelteil ist der Erzählduktus des Romans dem hektischen Zappen des heutigen Fernsehzuschauers angepaßt: zusammenhanglose geile Brocken der Hauptstory – Fox wird gerade mal wieder von irgendwem vernascht -, Reklame für die geschmacklos-gewalttätigen Fernsehshows des Jahres 2012, dazwischen – beinahe untergehend in all dem Trubel – ernste politische Informationen.

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Eine Episode aus dem Mittelteil des Buches:

Fox wurde unsanft aus ihren Träumen zurückgeholt.

Zuerst, noch halb im Schlaf, war ihr noch nicht einmal so recht lar, wo sie sich überhaupt befand. Sie ruhte auf einer harten Unterlage, der Raum bewegte sich, nd über ihr ragte senkrecht eine Haltestange hinauf zu der schmutziggrauen Decke, an der die kalte Neonbeleuchtung brannte. Sie rollte sich halb auf die Seite und wäre dabei fast von der Sitzbank der S-Bahn gefallen.

Gerade noch rechtzeitig hielt sie jemand fest. Es war ein ihr unbekannter, grinsender, dunkelhaariger Mann. Offenbar war er es auch, der sie an der Schulter gepackt und geweckt hatte.

»Hallo, was haben wir denn da?« Sein Gesicht befand sich dicht über dem ihren.

Fox versuchte, sich aufzurappeln und dabei ein wenig von ihm fortzubewegen, aber er ließ ihr wenig Raum.

»Du bist doch dieses kleine Füchschen, an dem sich jeder mal bedienen darf, wenn er möchte.«

»Mein Gott, ich bin gerade erst aufgewacht…« Sie spürte, wie gereizt sie war. Natürlich, das ging ihr immer so, wenn sie aus dem Schlaf gerissen wurde. Allerdings wusste sie auch, dass sie diese Gereiztheit besser niederkämpfen sollte. Zu lange hatte sie schon bei diesem perfiden Spiel mitgemacht, als dass es jetzt noch Sinn gemacht hätte, sich zu zieren.

»J-ja«, stieß sie mit trockenem Mund hervor. »Das bin ich.«

»Na, wusste ich’s doch.« In der nächsten Sekunde hatte er sie am Handgelenk gepackt und zwang sie vor sich auf die Knie. Sie spürte den schmutzigen Boden des Abteils unter ihren Schenkeln.

»Du weißt, was du jetzt tun wirst?« fragte der Fremde.

Fox schaute zu ihm empor, halb demütig, halb mit verstecktem Trotz im Blick. »Ich kann es mir vorstellen.«

Er lachte. »Vielleicht ist es doch besser, wenn ich es dir ganz genau sage.«

Dann ließ er sie den Reißverschluss seiner Hose mit ihren Zähnen öffnen und seinen Schwanz befreien. Er schob ihn ihr in den Mund.

»Sprich mir nach!« sagte er:»Ich bin eine geile kleine Schwanzlutscherin.«

»Isch bin neine cheile leine Tschantschluscherin!« erwiderte sie, während sie lutschte und saugte.

»Weiter! Wiederholen, immer brav wiederholen!«

Das tat sie gefügig: »Isch bin neine cheile leine Tschantschluscherin, isch bin neine cheile leine Tschantschluscherin, isch bin neine cheile leine Tschantschluscherin…« Immer wieder und wieder, während er ihren Kopf gepackt hielt, seinen Prügel hineinstieß bis fast zum Rachen und dann wieder zurück und wieder hinein, um so ihr Gesicht zu ficken. Dass sie stammeln musste, während sie ihn befriedigte, ihre Stimmbänder vibrierten, ihre Zunge um Raum kämpfte und ihr Atem schwerer und schwerer ging, schien seine Erregung nicht unerheblich zu steigern.

Endlich spürte Fox, wie er dicht davor stand zu kommen. Und tatsächlich: In der nächsten Sekunde zog er seinen Schwanz ganz heraus, und schon spritzte er, entlud seine volle Ladung, über ihre Lippen, ihr Kinn, die Bigelow-Sensoren, ihr ganzes Gesicht.

Schließlich ergriff er eine Strähne ihres schulterlangen Haars und wischte sich damit die letzten Spermareste von seinem Schwanz.

»Das war verdammt noch mal nicht schlecht!« bekundete er. »Als ob du dein ganzes Leben lang nichts anderes gemacht hättest! Jetzt bist du an der Reihe! Hoch mit dir, du hübsches Tier!«

Damit zog er sie hinauf, bis sie wieder auf ihren wackligen Beinen stand.

Umdrehen!« herrschte ihr augenblicklicher Besitzer sie an.

Fox gehorchte. Er ließ sie sich umwenden zu den Fenstern, durch die das graue Licht des frühen Morgens fiel. Es war offenkundig kurz vor Sonnenaufgang. In der vor Dreck nur halb durchsichtigen Scheibe spiegelte sich ihr besudeltes Gesicht.

Aus dem Augenwinkel heraus nahm sie wahr, wie der Fremde zwei Bondage-Stripes hervorzog: lange, biegsame Plastikstreifen, mit denen man einen Menschen in Sekundenschnelle fesseln konnte. Das Vorteilhafte an ihnen war, dass sie leicht zu transportieren waren, zudem so gut wie nichts kosteten und daher quasi nach Gebrauch problemlos entsorgt werden konnten.

»Halt still.« Er fesselte ihre Hände an einen der waagrechten Haltegriffe, so dass sie jetzt leicht vornübergebeugt dastand, die Knie vor der Sitzbank, das Gesicht zum Fenster, ihren Hintern und ihre Muschi hinausgereckt in Richtung Gang. Ihr Shirt reichte ihr nicht einmal halb über die Pobacken.

Der Unbekannte griff ihr von hinten zwischen die Schenkel. »Sehr gut!« sagte er. »So will ich dich haben!«

Fox hatte ihre Gereiztheit immer noch nicht ganz im Griff. »Also los dann!« stieß sie hervor. »Worauf wartest du?« Das Sperma rann ihr die Wange herunter.

Was meinst du?« hörte sie von hinter sich seine Stimme.

Sie biss die Zähne aufeinander.

Seine Hand schob sich unter ihr Shirt und strich ihren Rücken hinauf, dass sie eine Gänsehaut überrieselte. »Glaubst du, ich will dich von hinten durchknallen? Jetzt? Wo ich meinen Spaß gerade eben hatte?« Er lachte. »Nein, so schnell geht das bei mir auch wieder nicht. Ein bisschen dauert es schon, bis ich wieder hart werde. Vermutlich erst, wenn ich wieder zu Hause bin und meine Kleine vögele. Und ihr dabei von dir erzähle. Und wie du zu diesem Zeitpunkt vermutlich immer noch hier stehst, in dieser unglaublich obszönen Pose, und die Nacht wird zum Morgen, die ersten Frühaufsteher und Schichtarbeiter steigen zu, hier in diesen Wagen, wo du noch immer angebunden dastehst und ihnen deine Möse entgegenstreckst, so dass sich jeder problemlos bedienen kann. Vermutlich macht dich früher oder später schon jemand frei. Vielleicht stehst du aber noch hier, wenn auch all die anderen Leute zur Arbeit fahren, Männer und Frauen, und sich das Abteil hier immer mehr füllt. Daran werden wir denken, wenn wir ficken, meine Kleine und ich.« Er stutzte kurz und sprach dann weiter. »Da fällt mir ein, sie hat ja sogar Internet-Anschluss, meine kleine Fee. Da können wir dir ja sogar zusehen, wenn wir’s miteinander treiben. Fast so, als wärest du dabei!«

Er lachte, trat zur Tür und ignorierte Fox‘ hilflose Proteste. Endlich hielt die Bahn ein weiteres Mal, und er trat hinaus. Fox blieb angebunden zurück

sklavinatergo 

Domantik.de urteilte:

Das Buch handelt von einer jungen Studentin im Jahre 2012, die sich aus finanziellen Nöten bei einem Fernsehsender für eine neue TV-Show bewirbt und als Kandidatin angenommen wird.
 
Die neue Show ist eine Mischung aus Big Brother und Mission Germany, nur mit verschärften Auflagen. Fox, so wird die Studentin ab Beginn des Spiels nur noch genannt, wird nur mit einem etwas längeren T-Shirt und sonst nichts in der Fußgängerzone der Stadt abgesetzt und soll sich von nun an sieben Tage durch den Großstadtdschungel bewegen, ohne sich von Häschern, die vom Sender ins Spiel gebracht werden, erwischen zu lassen.
 
Wird sie von Bürgern auf der Straße erkannt, muss sich Fox deren sexuellen Wünschen hingeben. So lauten die Spielregeln. Was Fox nicht weiß: Die Marketingkampagne des Senders wurde so ausgedehnt, das jeder in der Stadt auf Fox und ihre erzwungene Gefügigkeit aufmerksam geworden ist – Jeder wird Fox erkennen. Zudem heftet sich ein Killer an Foxs Fersen, der die Moral retten möchte und hinter allen Mädchen her ist, die sich für Geld hergeben. Denn nichts anderes macht Fox seiner Meinung nach: Immerhin winken ihr nach den sieben Tagen eine Million Euro. Mit Fox wird also ein dreifaches Spiel gespielt. Ob es ihr das wert ist?

Fazit:

Bei »Fox« geht es nicht nur um eine Geschichte. Es geht um die Moral und die oft zweischneidigen Ansichten der Gesellschaft. Der Roman wird -wie im täglichen TV- immer wieder durch unterhaltsame »Werbeeinblendungen« unterbrochen. Sämtliche heutigen TV- Talk- und -spielshows werden überzogen und in grotesker Form als neue TV-Show der Zukunft angepriesen. Wer sich im aktuellen Programm deutscher Fernsehsender auskennt, findet schnell heraus, welche Sender Cagliostro zerpflückt, verachtet und mit Sarkasmus überhäuft. Nichts wird verschont, nichts ausgelassen und teilweise sogar böse unter die Gürtellinie gegriffen. Dazu hat sich Cagliostro in diesem Werk seine eigene Welt mit eigener Terminologie geschaffen: »Teledildonics«, »marxistische Maskulisten« und »City-Rafting« sind begriffliche Ausgeburten dieser futuristischen Welt und werden jeweils im Text kurz erläutert. Wer dabei an eine kurzweilige Persiflage unserer heutigen Zeit denkt, irrt nicht.

Empfehlung:

Dieses Buch von Cagliostro kann ich zum Kauf mehr als nur empfehlen. Es hebt sich ähnlich wie »Neue Leiden« von jeglicher SM-Literatur meilenweit ab. Die geschlossene Handlung, die Detailliebe seiner Geschichte und die bissigen Anspielungen auf die alltäglichen Perversionen der Gesellschaft machen im Verbund mit niveauvoller SM-Erotik das Lesen zu einem vielschichtig beeindruckenden Erlebnis. Sie meinen, ich sei ein Cagliostro-Groupie? Lesen Sie selbst und schließen Sie sich mir an 🙂  

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