Marterpfahl Verlag – die zarteste Versuchung, seit es SM gibt

Marterpfahl Verlag

Die Herren von Glenridge

9. September 2009

Ploew Glenridge neu 250px»Herr eines ganzen Schlosses ist mein Mann!« dachte Brenda überrascht auf der Hochzeitsreise. Was sie bald erfahren sollte: In diesem schottischen Clan sind alle Frauen (Ehe-)Sklavinnen …

 

 

Heike Ploew

Die Herren von Glenridge

308 Seiten

Kartoniert, DIN-A 5

20,- €

ISBN 978-3-936708-66-0

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Die SCHLAGZEILEN urteilten:

Eine SM-erotische Reise von Hamburg nach Schottland

In »Die Herren von Glenridge« ist alles vorhanden, was einen guten SM-Roman ausmacht. Alle Zutaten stimmen, sind auch gut gemischt; (…) auf mich wirkt dieses Buch wie eine »Auftragsarbeit« einer routinierten Autorin. (…)

Das junge Ehepaar Brenda und Jonathan sind moderne Menschen mit einer »normalen«, lustvollen SM-Beziehung. Sie reisen von ihrem Wohnort Hamburg nach Schottland, da Jonathan seiner Familie die Gattin vorstellen möchte. Bereits bei der Ankunft stellt er Brenda vor eine Prüfung: Er lässt sie nackt im riesigen Park des Anwesens zurück und beobachtet über versteckte Kameras, wie sie sich zum Haus durchkämpft, dabei gegen ihre Scham siegen und sich einem Haufen Stallburschen hingeben muss.

Im Laufe der ersten Tage im Herrenhaus der Familie Glenridge wird Brenda klar, dass die Brüder ihres Mannes ebenfalls dominant sind und mit ihren jeweiligen Frauen eine intensive SM-Beziehung führen; auch der verwitwete Vater steht dieser Passion absolut nicht ablehnend gegenüber – wovon die Haushälterin sicher ein Lied zu singen weiß.

Ausführlich beschreibt die Autorin Spanking-Situationen, die meist in dem obligaten Blowjob oder beim Vögeln enden.

Im Laufe des Aufenthalts in Schottland versteht Brenda immer besser, wie ihr Mann sich die Zukunft vorstellt. Aber kann sie als moderne junge Frau glücklich werden auf einem Anwesen in Schottland? Jonathan stellt Brenda vor eine schwierige Entscheidung … 

»Ernestine Baumann« (realer Name) aus Wien schrieb auf Amazon.de: »Ein sehr erotisches Buch mit gut beschriebenen, prickelnden Szenen. (…) Ich habe mich gut damit unterhalten und hoffe auf eine Fortsetzung der Geschichte.« (Diese Hoffnung teilt der Verleger!) 

»hh« aus Wien schrieb auf Amazon.de: »Das Buch ist schriftstellerisch und sprachlich besser als viele andere dieses Genres.«

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Leseprobe (aus der auch der Klappentext entnommen ist – Brenda lernt von ihrem Mann auf dessen schottischem Schloß, wie er und seine Brüder sich eine gehorsame Ehefrau vorstellen):

Dann ließ er sie los.

»Also, du hast dir alle Plätze gemerkt?«

Brenda nickte.

»Schön. Überprüfen wir das!«

Und das taten sie. Als letztes im Salon, und dort geschah es dann, daß er sie alleine ließ. Fast gleichgültig hatte er zugesehen – die Hände in den Hosentaschen -, wie sie sich neben den Sekretär stellte.

»Ich werde einen kleinen Spaziergang machen, wenn es dir recht ist. Bis später!«

Mit diesen Worten wandte er sich der Schiebetür zur Halle zu und verschwand.

 

Abgestellt. Wie ein Möbelstück. Was mache ich hier? Sicher, er hatte es ihr angekündigt, aber sie hatte nicht damit gerechnet, daß er es auch sofort ausprobieren würde. Sie hätte gerne noch ein wenig über diese neue … Regel nachgedacht. Wie lange? Wann würde er zurückkommen und sie wieder abholen? Ihre Nase juckte. Brenda hob die Hand und kratzte sich. Das sollte ja wohl erlaubt sein, oder? Es sah  ja keiner.

Sie hatte es versprochen. Sie würde sich nicht rühren. Das war sie nicht nur ihm schuldig, sondern vor allem sich selbst. Lote deine Grenzen aus, Brenda, lerne sie kennen. Jedesmal ein Stückchen mehr. Bei jeder Aufgabe das Ziel etwas höher stecken. Du kannst das noch besser. Grenzen erreichen, von denen du gar nicht wußtest, daß sie dich umschließen. Es galt, diese Grenzen zu überschreiten, ohne zuviel Zoll zu zahlen. Ohne allzu viel von sich selbst zurücklassen zu müssen. Du mußt dich ganz einbringen, Brenda. Nimm alles mit, was du hast und was du bist, sammle alles auf, was dir unterwegs begegnet, und versuche, es über die Grenze zu bringen – und dann sammle wieder alles und geh auf die nächste Grenze zu.

 

»Also ich weiß nicht, was unser Premierminister sich dabei gedacht hat. Hast du den Artikel heute morgen in der Times gelesen?«

»Er ist ein fähiger Mann, er wird wissen, wen er damit treffen wollte, und vor allem, wen er damit beruhigen wollte.«

Brenda war wie zur Salzsäule erstarrt. Sie hätte es wissen müssen, daß es nicht so einfach werden würde! Aus den Augenwinkeln erkannte sie Connor und Malcolm, ausgerechnet Malcolm, der sie als einziger von den Brüdern einschüchterte und furchtbar irritierte.

»Sie werden ihn in der Luft zerreißen«, bemerkte Connor, während er sich in einen der Sessel schmiß und eine Zeitung ausbreitete. Malcolm blieb vor einer Vitrine stehen und besah sich die Bücher, die dort drin standen. Keiner von ihnen hatte Brenda auch nur mit einem Blick gestreift – und sie war nun wirklich nicht zu übersehen; nichts an ihrem Verhalten und in ihrem Tonfall ließ erkennen, daß es doch immerhin merkwürdig war, an der Wand ihre Schwägerin stehen zu sehen. Aber wahrscheinlich war es für sie gar nicht so merkwürdig, dachte Brenda plötzlich. Natürlich nicht. Jonathan hatte das hier inszeniert, wie er alles inszenierte, was sie demütigen sollte. Und hätte er sich bessere Statisten aussuchen können als seine Brüder? Malcolm hatte sich ein Buch ausgewählt und legte es auf einen Sessel. Und dann kam er zu ihr herüber. Brenda hielt die Luft an. Einen Meter von ihr entfernt stand der fahrbare Getränkewagen, diesen steuerte er an, und Brenda konnte ihn atmen hören, und dann tat sie das einzige, was ihr in ihrer jetzigen Situation praktikabel erschien. Sie fixierte starr einen Punkt an der gegenüberliegenden Wand, atmete langsam und flach und beschwor alle Heiligen des Himmels, die Brüder nicht auf die Idee kommen zu lassen, sie etwa anzuschauen oder, viel schlimmer noch, über sie oder mit ihr zu reden. Und die Heiligen taten ihr diesen Gefallen.

»Auch einen Sherry?« fragte Malcolm den in seine Zeitung versunkenen Connor.

»Nein, danke … Ist mir noch zu früh.«

Nachdem auch Malcolm sich hingesetzt hatte, wurde Brenda wieder etwas entspannter. Was für eine Situation! Dort die beiden Männer, und sie, Brenda, mittendrin als lebendes Inventar … und doch irgendwie nicht vorhanden. Ihre Gegenwart zu unbedeutend, um bemerkt zu werden … geschweige denn, um überhaupt einen Gedanken daran zu verschwenden. Ein Nichts, das war sie … aber dennoch nicht überflüssig, nicht ganz nutzlos, denn trotz allem diente sie einem Zweck … und es geilte sie auf, ein stimmloses Nichts zu sein!

Es fiel kein weiteres Wort mehr. Nichts war zu hören bis auf das Ticken der Standuhr und das Rascheln der Zeitung, und bis Connor nach ungefähr einer halben Stunde dieselbe zusammenfaltete und aufstand.

»Ich muß …«, sagte er bedauernd und seufzte. »Rachel hat von einem Stück Land gehört, das verkauft werden soll, und ich darf mal wieder den harten Geschäftsmann mimen.«

»Na, das wird dir ja nicht so schwer fallen, oder?« grinste Malcolm, ohne von seinem Buch aufzuschauen. Connor erwiderte nichts darauf und verließ abwinkend den Salon.

Na bravo, jetzt war sie alleine mit … mit dem undurchschaubarsten der Brüder. Konnte er nicht auch einfach verschwinden? Zum x-ten Male verlagerte Brenda ihr Gewicht von einem Bein auf das andere, ganz vorsichtig, damit er es nicht merkte. Und als hätten besagte Heilige sie schon wieder gnädig erhört, stand Malcolm dann auch endlich auf. Bitte laßt ihn abhauen – bitte!

Das tat er nicht. Er stellte das Buch zurück in die Vitrine, und dann kam er auf sie zu, ohne sie direkt anzusehen, stellte sich neben sie und rückte einige Figuren gerade, die auf dem Sekretär standen, nur wenige Zentimeter von ihr entfernt, und dann … kam er wie in Zeitlupe immer näher und näher … und sie spürte seinen Atem in ihrem Nacken, und die Gänsehaut, die sich sekundenschnell auf ihrem Körper bildete, und in ihr schrillten sämtliche Alarmglocken. Mach jetzt nichts falsch, Brenda!

»Na, ist das nicht aufregend, Brenda? Ich kann mir vorstellen, wie gerne du jetzt fortlaufen möchtest. Wirklich – das könnte ich gut verstehen! Aber du wirst es nicht tun, nicht wahr? Man hat dir befohlen, hier stehenzubleiben – und egal, was auch passiert, du wirst gehorchen. Ich weiß es … Du weißt es … Wir alle wissen es. Egal, was passiert!«

Und dann fühlte sie seinen Finger auf ihrer Wange; er strich zärtlich über ihr Kinn, wanderte nach unten, vorbei an ihrer Kehle, in der ihr Puls tickte wie eine Bombe, durch die schmale Kuhle zwischen ihren Brüsten, über ihren Magen zu ihrem Bauch, hielt dort an, und dann raffte seine Hand den Stoff ihres Kleides zusammen – quälend langsam … Brendas Atem beschleunigte sich noch mehr, und obwohl sie sein Lächeln nicht sah, konnte sie es spüren … Ein kalter Lufthauch wehte an ihren Oberschenkeln vorbei, und dann war sein Finger auf ihrem Schamhügel … streichelte sie auch dort … immer tiefer zwischen die sie noch schützenden Lippen … dann teilte er sie und glitt nur ein einziges Mal ganz hindurch, und dann war der Finger vor ihrem Gesicht; das Kleid fiel herunter und umhüllte sie schützend – und ihr wurde schwummerig, weil sie immer noch den Punkt an der Wand gegenüber fixierte und …

Durfte er das? Ja, bestimmt durfte er das. Er durfte alles. Er war einer der Herren von Glenridge, er war Jonathans Bruder.

»Deshalb bleibst du hier stehen, Brenda, nicht wahr? Weil es dich tierisch geil macht und weil du feucht wirst dabei … so schön feucht … wie eine Ehefrau für ihren Mann sein sollte, nicht wahr, Brenda?«

Und dann wischte er den Finger – diesen verräterischen, schleimigen Finger – an ihren zusammengepreßten Lippen ab und war weg.

 

Brenda vermochte später nicht mehr zu sagen, wie lange sie dort stand. Sie hatte ihn auch nicht kommen hören, aber plötzlich war er da, nahm sie in die Arme und küßte sie. Küßte den Geschmack von ihren Lippen, den abzulecken sie sich nicht getraut hatte. Jonathan. Und sie dachte: Bitte sag jetzt nichts! Frag mich nicht, ob etwas gewesen war! Bitte! Ich will nicht darüber reden, noch nicht … vielleicht später – nicht jetzt!

Und Jonathan sagte auch nichts. Wozu auch?