Marterpfahl Verlag – die zarteste Versuchung, seit es SM gibt

Marterpfahl Verlag

2 x Frankfurt – und ein bißchen weiser

13. August 2012

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Expeditionen ins literarische Rotlichtviertel: Für den Marterpfahl Verlag zweimal auf der Frankfurter Buchmesse – und abends um die Häuser ziehen …

 

Edition das freie Buch, Band 1 – KEIN SM-Buch!

Rüdiger Happ

2 x Frankfurt und ein bißchen weiser

Expeditionen ins literarische Rotlichtviertel

106 Seiten, kartoniert, DIN-A 5

20 Farbbilder 

15,- €

ISBN 978-3-936708-78-3

 

2009 drängte sich die wißbegierige und bildungsbeflissene Jugend auf der Frankfurter Buchmesse um unseren Stand: Laut rezitierte sie aus Arne Hoffmanns Bestseller »Onanieren für Profis«. 

Ein Nachbarverlag wiederum war von unserem Sortiment so entsetzt, daß er bei der Messeleitung darauf drang, daß wir in letzter Stunde umziehen mußten. Wir bekamen dann allerdings auch die Standgebühr erlassen. – Als ich am ersten Messetag von einem Einzelzimmer in ein Vierbettzimmer der Jugendherberge umziehen mußte, empfing mich dort ein junger Chinese mit den Worten: »Bist du Aussteller auf der Messe? Ich handle mit Rechten für die Volksrepublik China. Hier ist meine Karte.« Und dann: »Schnarchst du?«

Abends dann in die Sachsenhäuser Amüsiermeile, in Kneipen und Restaurants. Um die Häuser ziehen. 2010 verschlug es uns sogar in die Venusberg-Bar. Wir hatten Glück: Prominente Gäste waren anwesend – wie prominent, lasen wir später in der Wikipedia:

Die Nervensägen in der Venusberg-Bar waren:

1.) die 58jährige Schauspielerin, Moderatorin und Synchronsprecherin Sibylle Nicolai, von der es am Schluß ihres Wikipedia-Artikels heißt: »Für Kontroversen sorgte sie mit ihrer Reaktion auf die Trennung von dem SPD-Politiker Lothar Klemm, der sich 2003 nach neun Jahren Beziehung wegen einer jüngeren Frau von ihr getrennt hatte: Nicolai rächte sich an ihm mit Abführmitteln, ätzender Salbe in der Unterwäsche und anderen Bosheiten und brüstete sich damit öffentlich.«

2.) Peter Zingler, Jahrgang 1944, von dem es in der Wikipedia heißt: »Obwohl guter Schüler, verbrachte er über ein Jahrzehnt als Berufseinbrecher in Gefängnissen mehrerer Länder. Während seiner letzten Haftzeit im offenen Vollzug in der JVA Dieburg begann er zu schreiben. Zunächst für die Gefängnisliteratur typische erotische Geschichten, allerdings konnte er sie an Penthouse und Playboy verkaufen.« Und dann wurde er Tatort-Autor. Er wußte, wovon er schrieb (… wahrscheinlich auch beim Abfassen jenes Buchs über den »Südfaß«-Puff …).

Da kommt man doch gern wieder – z. B. am 13.10.2011 zu einer Lesung …

… die zwar schwächer besucht war als geplant, aber dennoch nett.

Siehe auch hier (zum Buch) – und hier sieht man, wie’s im Herbst 2011 in Frankfurt war (über die Anreise und feierliche Eröffnung hier – immer jeweils etwas runterscrollen). Leipzig im Frühjahr 2012 war dann eine andere Geschichte – auch dazu schrieb ich in meinem Blog, aber das sollten Sie dann schon selber suchen, verehrter Leser 😉